Rennbericht RAA 2017

 

RAA 2017

 

RAA Race around Austria. Einmal im Uhrzeigersinn entlang der Landesgrenzen rund um Österreich. Dabei kommen 2200km um 30.000hm zusammen. Namhafte Alpenpässe wie: Großglockner, Gerlos, Kühtai, Silvretta, Faschinajoch oder Hochtannberg inbegriffen. Aber auch viele namenlose Anstiege, Rampen und schier endlose geraden zehren an den Kräften und Motivation.

 

2017 meine dritte Teilnahme. Nach einem 5. Platz 2013 und einem 3. Platz 2016 wollten wir 2017 noch weiter nach vorne fahren. Die Gelegenheit schien günstig, gab es 2017 keinen ausgemachten Favoriten.

 

Der Veranstalter um Chef Michael Nussbaumer hat 8 Athleten in die engere Auswahl gezogen. Es wurden 2 Startblöcke gebildet. Der Block B wurde am Dienstag um 10h auf die Strecke geschickt. Der Block A mit den acht Sieganwärtern 10 Stunden später um 20h.

 

Für mich und mein Team ging es exakt um 20:42 los, ich ging mit der Nummer 2 als Vorletzter ins Rennen. Gestartet wurde im Einzelmodus alle 2 Minuten.

 

Mein Team bestand aus 7 Mann rund um meine Frau und Teamchefin Christine. Begleitet von einem Pacecar das immer beim Biker blieb entschieden wir uns anders als 2016 für ein zweites Auto als Versorgungsfahrzeug und Basistation für die Crew.

 

Nach einem kurzen Interview auf der Bühne ging es los. Zuerst durch St. Georgen mit vielen Zuschauern die wirklich eine super Stimmung machten. Auch bei den ersten kleinen Anstiegen in den Nachbargemeinden immer wieder viele Zuschauer an der Strecke. Da ist es schwer den Puls in einen vernünftigen Bereich zu halten und nicht zu überpacen. Langsam lief es, die ersten kleinen Versorgungen aus dem Pacecar gingen los, Flasche, Riegel und Gel. Komisch nach wenigen Kilometern wenn der Rest von über 2200km noch so Übermächtig erscheint. Aber die Maschinerie läuft und wir kommen gut voran. Wie mir einer meiner Betreuer der zum ersten mal dabei war nach dem Rennen gestand dachte er sich über mein Anfangstempo: „So ein Hirsch, jetzt fährt er los wie ein Wahnsinniger und nach 6 Stunden ist er Platt und wir können Heim fahren“ . Mann mag es sich nicht vorstellen können aber der Start bei einem Rennen über 2200km ist alles anders als mal langsam einrollen, da geht es gleich zur Sache.

 

Es lief gut wir konnten schon bald die ersten vor uns gestarteten Athleten einholen. Es kristallisierte sich schnell heraus wer die Hauptkonkurrenten sein werden. Dies waren auch jene die ich im Vorfeld auf der Rechnung hatte. Ralph Diseviscourt, Lukas Kienreich und Edi Fuchs.

 

Der Abstand zu den vor mir gestarteten Diseviscourt, Kienreich blieb über die ersten 600km ziemlich gleich. Auf den zwei Minuten nach mir ins Rennen gegangene Fuchs konnte ich meinen Vorsprung weiter ausbauen. Nach 660km ging es erstmals in einen längeren Anstieg, Kienreich und ich konnten uns dort etwas von Diseviscourt absetzen. Als Lukas Kienreich am Fuß der Südsteirischen Weinstraße eine Pause einlegte konnte ich mich entscheidend absetzen. Im weiteren Verlauf konnte ich meinen Vorsprung auf die Verfolger weiter kontinuierlich Ausbauen.

 

Von Beginn an machte das Wetter doch erhebliche Umstände, fuhren wir bereits nach 60km durch eine Gewitterfront mit heftigen Windböen und Starkregen. Am zweiten Tag stieg das Thermometer in der Nähe des Neusiedler Sees auf sommerlich 35°C gepaart mit erheblichen Gegenwind. Auch die Folgetage brachten erneut Gewitter mit zum teil Hagelschauern und immer wieder Regen mit heftigen Wind.

 

Im Vergleich zum Vorjahr wo das Wetter auch einige Probleme bereitete konnte aber dieses Jahr die Großglockner Hochalpenstraße befahren werden. Was uns sehr freute ist er doch der geographische Höhepunkt und gehört einfach zum RAA. Am Hochtor hatte ich bereits einen Vorsprung von 60km auf meinen direkten Verfolger Lukas Kienreich herausarbeiten können. Jetzt nur nicht übermütig werden es ist gerade die Halbzeit vorbei und es konnte noch viel passieren.

 

Jetzt ging es daran die nächsten Pässe „Abzuhacken“ und keine Fehler zu machen. Nach dem Gerlospass kamen wir am morgen über das Zillertal ins Inntal. Meine dritte Nacht ohne Schlaf lag hinter mir. Ich fühle mich dennoch wach und hatte noch keine Probleme beim fahren und Navigieren. Entgegen vieler meine Mitstreiter fahre ich mit GPS und suche die Route selbst. So kann ich auf Funk oder Anweisungen über Lautsprecher verzichten. Es ging Richtung Innsbruck über zwei gemeine kleine Anstiege nach Kematen dem Talort zu Anstieg auf das Kühtai.

 

Nach und nach konnte ich die meisten der 10 Stunden vor mir gestarteten Athleten überholen. An der Auffahrt zum Kühtaisattel sind nur noch zwei vor mir. An der Passhöhe habe ich einen der beiden erreicht und eingeholt. Kurzer Stop warme und dichte Kleidung anziehen, es regnet und ist kalt.

 

Am Ende der Abfahrt in Ötz wartet meine Team auf mich. Alles ist perfekt geplant. Mein Rad wird mir abgenommen und sofort gereinigt und gewartet. Ich bekomme komplett frische Bekleidung und Spaghetti Bolognese. Alles geht rasend schnell, mein Team leistet tolle Arbeit. Und dann, endlich schlafen. Ich lege mich hin und bin sofort im Tiefschlaf. Nach 10min wache ich auf und es geht weiter. Rauf aufs Rad und Richtung Silvretta.

 

In den letzten Kehren der Silvretta Hochalpenstraße sehe ich den letzten Athleten aus dem Block B der noch vor mir ist. Meinen Freund Michael Kochendörfer. Er Überfahrt die Passhöhe und geht gleich in die Abfahrt über. Ich ziehe noch Regenbekleidung an um mache mich dann an die Abfahrt. Noch vor Bludenz dem westlichen Wendepunkt kann ich Michael einholen. Wir reden kurz und dann geht jeder wieder seinem eigenen Rhythmus nach. Noch zwei lange Anstiege dann sind die großen Brocken geschafft.

 

Am Faschinajoch gibt es erneut fische Bekleidung, Hackfleisch mit Reis und 10min Powernap.

 

Nach dem Hochtannbergpass kommt das Lechtal und die Fahrt nach Reutte zum Fernpass und Holzleitensattel ist mir sehr vertraut gehört es doch zu meinem erweiterten Trainingsgebiet. Es ist später Abend und der befürchtet Fernreiseverkehr über den Fernpass hält sich in Grenzen.

 

Im Inntal angekommen noch einmal 100km Tempobolzen bis Kufstein. Meine Verfolger sind über 100km zurück und so leisten wir uns kurz vor Kufstein erneut einen 10 minütigen Powernap.

 

Es geht jetzt wirklich dem Ende entgegen hinter dem Hochkönig kommen die letzten beiden echten Anstiege. Am Beginn des Anstiegs werden ich von den führenden 2er und 4er Team überholt, ich nutzte den mentalen Windschatten und lasse mich einige km mit Richtung Passhöhe ziehen.

 

Mein Team schwört mich ein, auf der letzten Abfahrt nichts mehr Riskieren und der Sieg ist uns sicher. Ab jetzt rollt es wie von alleine nichts tut mehr weh, die Vorfreude auf die Zielankunft steigt.

 

Am Mondsee weist mich mein Team zum halten an, was ist los? Meine Mannschaft überrascht mich mit Sekt um der Sieg zu feiern, alle sind in Feierlaune und auch das Kamerateam das uns seit einigen km folgt bekommt etwas ab. 2 km später werde ich bereits vom von einem Roller mit Kamera eskortiert der die letzten km live in den Zielbereich und Internet streemt.

 

Am Ortsschild von St. Georgen ist es dann vollbracht, die Zeit wird angehalten.

 

3Tage 20Stunden 28Minuten. Das komplette Team wird herzlich empfangen, wir schauen in viele freundliche Gesichter, müssen tausend Fragen beantworten und doch ist es eine gelöste und herzliche Atmosphäre. Jetzt heist es kurz Abschied nehmen, mein Team wird über eine Umleitung zur Zielbühne gebracht. Ich werde mit dem Roller direkt zur Zielbühne eskortiert und darf dabei durch das vollbesetzte Marktfest direkt auf die Bühne fahren.

 

Ein unvergessliches Erlebnis, die ganzen Höhen und Tiefen alles vergessen. Wir werden vom ganzen Dorf gefeiert, was für ein Finish.

 

Wir sind als vorletztes Team mit 10 Stunden Rückstand gestartet und als erstes Team wieder zurück in St. Georgen. Wir blieben als einziges Soloteam unter 4 Tagen. Mein nächster Verfolger kam 9 Stunden nach mir ins Ziel.

 



1. Platz beim Race around Austria extreme.

2200km 30.000hm

Erster deutscher Sieger

Siegerzeit: 3 Tage 20 Stunden 28 Minuten

9 Stunden Vorsprung auf den zweiten Platz

2017 einziger Solostarter unter 4 Tagen.



Video Rennbericht zum RAA 2016


Durch einen Arbeitsplatzwechsel war es mir möglich noch einige Wochen im Süden von Frankreich zu verbringen. Ich habe einfach alle Pass-Schilder Fotografiert um die Reise zu dokumentieren.


 

Dritter Platz beim Race around Austria 2016.

 

 

Das Race around Austria ist nicht nur das längste und wohl härteste nonstop Radrennen in Europa, sonder sich auch das mit dem weltweit besten Starterfeld.

 

Das perfekt organisierte Rennen startet jedes Jahr mitte August in St. Georgen im Attergau.

 

Auch heuer versuchten sich wieder an die 250 Starter.

Zum Teil in zweier oder vierer Teams, oder wie ich als Solist.

Die Strecke ist 2200 km Lang und mit 30.000 Höhenmetern versehen, einmal Rund um Österreich, immer nahe an den Landesgrenzen. Die Organisation spart auch nicht mit Bergstecken, egal ob das Hügelland in Oberösterreich, die quälenden Berge im Burgenland, die steilen Rampen in Kärnten oder eben die großen Berge wie Großglockner, Kühtai, Silvretta oder Hochtannberg, jeder Streckenabschnitt hat seine Schwierigkeiten.

 

Für mich war es der zweite Start nach 2013. Die Erfahrung aus dem ersten Rennen wollte ich und mein Team nutzen um mich weiter der Spitze anzunähern.

 

Die Einzelstarter wurden am Dienstag 09.08. ab 18h im 2 Minuten Abstand auf die Reise geschickt. Für mich und mein Team war dies um 18:26. Von nun an hieß es 2200 km so schnell wie möglich hinter sich zu bringen. Bereits nach 30 min setzte Regen ein der sich die nächsten einen halb Tage als Dauerbegleiter festsetze.

 

Die Planung sah vor die ersten ca. 50 Stunden des Rennens ohne Schlafpausen zu absolvieren. Also die ersten beiden Nächte und Tage nur Stillstände für Lichtmontage am Rad, Toilettengänge oder Kleiderwechsel. Verpflegung, Navigation oder sonstige Absprachen z.B. bei Umleitungen wurden während der Fahrt gemacht. Nach rund 250 km hatten sich 2 Teams abgesetzt, wir und das des Tirolers Patric Grüner.

 

Die Zweier- und Viererteams welche sich die Strecke teilen wurden erst rund 12 Stunden später auf die Stecke geschickt. Ebenso wie der derzeit weltbeste Ultrabiker Christoph Strasser.

 

Für uns war die Vorgabe die 2200 km unter 100 Stunden Rennzeit zu bewältigen und nach Möglichkeit nicht vom Team Strasser einholen zu lassen.

 

Nach der zweiten regnerischen Nacht im Sattel kam beim Anstieg ins Lesachtal die Nachricht der Rennleitung das der Großglockner wegen Schnee gesperrt ist und die Umleitung über den Felbertauern zu nehmen ist. Enttäuscht über den Wegfall der Glockners machten wir uns auf den Aufstieg zum Felbertauern. Wir waren in Führung und hofften am Anstieg zum Glockner der Vorsprung ausbauen zu können.

 

Am Felbertauerntunnel wurden Biker und Fahrrad ins Auto gepackt und durch den Tunnel gefahren. Hier hieß es die Fahrt durch den Tunnel nutzen. Frische Kleidung, warmes Essen alles auf der Tunneldurchfahrt. Nach der Abfahrt traf die Route in Mittersill wieder auf die original Strecke, eine richtige Entscheidung der Rennleitung, hatte es doch am 1700m hohen Felbertauen nur 3°C, somit währen es am Großglockner sicher unter 0°C gewesen.

 

Am folgenden Anstieg zu Gerlospass ging es in die dritte Nacht, bisher ohne Schlaf.

Die Abfahrt vom Gerlospass war ebenfalls empfindlich kalt, so wurde in der Abfahrt eine 30 minütige Schlafpause eingelegt. Diese nutze das Team Grüner um erneut an uns vorbei zu ziehen.

 

Bei der weiterfahrt über Inntal und Kühtai versuchten wir wieder etwas aufzuholen, an der letzten Rampe zu Kühtaisattel waren die Rücklichter des Team Grüner zu sehen. Erneut setzte stürmischer Regen ein. Die Moral sank auch mit dem Wetter, es wurde einfach nicht besser und die Strecke blieb schließlich in den hohen Bergen. Bei der weiterfahrt über Silvretta, Faschinajoch und Hochtannberg hieß es keinen Zeit zu verlieren. Als sich im Lechtal Freunde aus Oberammergau an der Stecke einfanden, war das eine riesige Freue und ein enormer Motivationsschub. Die Aufholjagd wurde neu gestartet. So ging es in die vierte Nacht und über Fernpass, Holzleitensattel ins Inntal. Die Beine waren super, aber durch den vielen Regen und die nasse Bekleidung machten sich massive Sitzbeschwerden bemerkbar. Es half nichts, anhalten komplett abwaschen frische Bekleidung und viel, viel Creme.

 

In den frühen Morgenstunden setze eine starke Müdigkeit ein. Kurzer Stopp an einem Busshäuschen, 6 min Powernap und weiter. Der Tag kommt zurück das Ziel rückt näher, die Motivation steigt. Wir befinden und noch hinter dem Team Grüner und auf einem virtuellen 3 Rang. Das Team Strasser macht ordentlich Dampf. Sie werden zwar sicher nach uns in Ziel kommen sind aber auch 12h später gestartet.

 

Es geht noch einmal in die Berge 2 Pässe im Hochkönig, endlich berauf, die Sitzprobleme lösen sich auf, die Energie fließt, es macht wieder richtig Spaß, am letzten Pass 200m vor uns sehen wir Grüner, sein Team treibt ihn zur Passhöhe, er wirkt sehr KO. Er schafft es knapp vor mir auf den Scheitelpunkt und Stürzt sich in die lange Abfahrt. Wie verlieren auf der Abfahrt Zeit, auch ein defekt kostet wertvolle Minuten, es müssen die Laufräder gewechselt werden. Die Gelegenheit wird dann auch gleich zum Kleiderwechsel genutzt, es ist zu erstenmal sonnig und über 20°C warm.

 

Noch 130km wir machen wieder Boden gut der Vorsprung wird weniger, 7 Minuten, 5 Minuten und da, 20km vor dem Ziel sind wir beide gleichauf. Ein kurzer Blickkontakt und es ist klar, nach 2200 km Kopf an Kopf sind wir praktisch Zeitgleich. Patric hat noch die 12 minuten Vorsprung da es später gestartet ist. Wir fahren die letzten 20 km gemeinsam und freuen uns über die erbrachte Leistung und unsere guten Plazierungen. Das Team Strasser ist nicht zu schlagen und der Vierte ist Stunden zurück, somit sind uns die Plätze zwei und drei sicher. Viele Zuschauer am Straßenrand machen die letzten km zu einer Genussfahrt.

 

Am Ortsschild von St. Georgen ist das Rennen zu ende. Jetzt werden wir einzeln zum Markplatz begleitet wo jeder einzelne auf einer riesigen Bühne von vielen hundert Zuschauern begeistert gefeiert wird, inklusive der obligatorischen Sektdusche. Ein würdevoller Empfang nach 2200km und 30.000 hm.

 

Die Vorgabe ist mehr als erreicht mit 91 Stunden Fahrzeit ist das Ziel von 100h klar unterboten.

Ein riesen Erlebnis endet mit einem tollen Erfolg dem Platz 3 Platz

quasi Zeitgleich mit Rang 2 und hinter dem Vollprofi C. Strasser.

 

 

Eckdaten:

Gesamtzeit: 3 Tage 19 Stunden 50 Minuten

Schlafzeit : 56 Minuten

Kalorien : 34500 kCal

 

Danke an mein tolles Team für ein unvergessliches Erlebnis

Markus

 


Erster Platz und Streckenrekord beim RAG 2016.

 

Gleich am Mittwoch nach den 24Stunden von München ging es  schon wieder weiter, die Anreise mit dem Auto nach Flensburg zum nächsten Ziel, dem „Race across Germany“ war auf dem Programm.

 

Das „RAG“ ist ein Einzelzeitfahren mit dem Rennrad von Flensburg nach Garmisch-Partenkirchen. Auf Nebenstrecken, begleitet von einem Team im Auto. Die Strecke 1100km lang und in Summe mit 7500 Höhenmetern versehen. Gestartet wurden die 20 Einzelstarter im 2 Minuten Takt.

 

Für unser Team begann genau am Freitag um 8:30h die „Heimreise“ ins Oberland. „Sofort fand ich mein Tempo und fuhr mein eigenes Rennen“. Die Strecke ist nicht ausgeschildert. Mit einem GPS in Auto und Rad muß man der gespeicherten Route nachfahren. Für meine beiden Betreuer Hannes Unterstein und Wolfgang Kelch war es auch die erste Teilnahme bei einem Ultradistanzrennen, so waren wir doch angespannt ob alles klappt. Aber alles lief wie gedacht.

 

Stillstände waren nur zur Montage der Beleuchtung am Rad geplant. Alle ca. 200 km gab es eine virtuelle Kontrollstation an der eine SMS an die Rennleitung gesendet wurde. Eigentlich nicht nötig da jeder Radfahrer über einen „Tracker“ am Rad stets geortet wurde.

 

Das Wetter war gut, trotz leichten Sprühregen in der Lüneburger Heide. Mit Sonnenuntergang wurde es auch gleich sehr viel kälter und in den frühen Morgenstunden waren es nur ca. 5°C. Mit den ersten Sonnenstrahlen wurde es auch gleich sehr viel wärmer und die Motivation stieg wieder . Wir waren inzwischen auf den ersten Rang vorgefahren und hatten einem Vorsprung von 60 km auf den Zweiten. Stunde um Stunde ging es näher an die Heimat, die Orte und Autokennzeichen wurden langsam Vertrauter. „Als dann Orte wie, Obersöchering oder Murnau durchfahren wurde wußten wir der Sieg ist uns nicht mehr zu nehmen“. Der nächste Verfolger 170km zurück, da kann nur noch ein Sturz den Erfolg verhindern.

 

Um 21:09 war es dann vollbracht. Nach 36h39min waren wir am Ziel im Olympia Skistadion angekommen. Begrüßt von vielen Freunden die extra gekommen sind um uns in Empfang zu nehmen. Mit der Zeit von 36h39min war nicht nur der erste Rang gesichert sondern auch der alte Streckenrekord auf den 1100km um beinahe 3Stunden verbessert worden.

 

Vielen Dank an alle Unterstützer und Motivatoren, besonders an jene die eigens an die Stecke oder ins Ziel gekommen sind.

 


Vierter Sieg in Folge bei dem 24h MTB RACE im Olympiapark in München.


Meine bereits vierte Teilnahme bei diesem Event im Herzen von München. Auch in diesem Jahr konnte ich meinen Erfolg aus den vergangenen Auflagen wiederholen und meinen vierten Sieg in folge Feiern.
Das Wetter war wieder perfekt Sonne und Wolken um die 28°C und Nachts angenehm warm.
Die Strecke war durch Baumaßnahmen um Olympiapark im Vergleich zu den Vorjahren geändert und hatte 6,7km. Meine Verfolger konnte ich bereits in der ersten Runde hinter mir lassen. So konnte ich das Rennen nach meinem Tempo gestalten und kontrolliert meine Bahnen ziehen. Ich schaffte am Ende 86 Runden, was einer Strecke 578km entspricht.
Eine gelungene Vorbereitung für das „RACE ACROSS GERMANY“ welches bereits diese Wochenende auf der Agenda steht.


 

 

Mein Heimrennen.

 

Der König Ludwig Bike cup.72km / 2200hm

Der letzte Test für mich bevor meine Renn-highlights kommen.

 

Es ist schon sehr angenehm wenn man 30 min vor dem Start das Rad aus dem Keller holt und gemütlich zum Startgelände rollt. Nicht erst Stunden im Auto, man kennt sich nicht aus, wo ist der Start? wo gibt es die Unterlagen ?

Auch diesmal war es für mich wichtig so schnell wie möglich zu fahren ohne zu überziehen, mit dem Gefühl ins Ziel fahren „Eine Runde geht noch“. Ist aber nicht so leicht wenn am die Anstiege so genau kennt und weis was einen hinter der nächsten Kurve erwartet. Da will man immer mehr. Am Anstieg zu Pürschlig ging es nicht so richtig Rund ich dachte immer das muss doch schneller gehen, erst nach der Ortsdurchfahrt am Anstieg zum Aufacker fand ich den richtigen Tritt und mein Tempo. 5km vor dem Ziel, am Ende der letzten Rampe konnte ich noch einen Konkurrenten überhohlen um ihn sogleich im Windschatten mit ins Ziel zu nehmen. Diesen Vorteil nutze er um mich quasi an der Ziellinie noch zu Überholen. So kam ich mit 1 Sekunde Rückstand auf Rang 3 in der AK. Aber ich war im Ziel locker und mein Anspruch auch noch eine weite Runde überstehen zu können war erfüllt. Nach vier Marathons freue ich mich auf die 24h von München am nächsten Wochenende.

 

 


Teilnahme am Ritchey Marathon in Pfronten auf der extrem Distanz

 

12 Gesamt und 4. meiner Altersklasse.

 

Die Rennstrecke verlief über 70km mit 2600hm.

 

Im Prinzip besteht das Rennen aus drei langen Anstiegen gemischt aus Wiesenwegen, Pfaden und Forststraßen. Mit dem Wetter kann man derzeit sicher hadern, aber am Renntag gab es keinen Regen und die Temperaturen im bereich von 15-20°C eigentlich optimal. Für mich ein weiter Baustein um mich auf meine großen Ziele zu Fokussieren. Meine Devise war es streng nach Pulsmesser zu fahren, Puls hoch halten aber nicht Überziehen. Es ging sich gut aus auch der letzte lange Anstieg auf den Breitenberg mit ca. 700hm ging mir gut von der Hand, ich konnte stetes Überholen.

 

Alles im allen eine schönes Event und mit einer Stunde im Auto doch relativ nahe an der Heimat.

 

Nächstes Ziel mein Heimrennen der 14. König-Ludwig-Bike-Cup in Oberammergau am 3. Juli.

 


Südfrankreich 2016.

 

Wieder geht eine super schöne Zeit in Frankreich zuende.

 

Wir hatten unseren Urlaub wieder genutzt um viele wunderschöne Pässe zu fahren.

 

Dabei konnte ich mich auch gleich auf meinen neues Siga Roadbike richtig eingewöhnen und auf die kommenden Aufgaben abstimmen.

 

Leider hatten wir diese Jahr nicht so viel Glück mit dem Wetter und auch der Gesundheitszustand war etwas von Erkältung getrübt. Aber auch die Erholungsphasen sind ein Baustein einer guten Vorbereitung.

 

Das Wetter war im vergleich der Vorjahre schlecht, aber im Blick auf die Heimat immer noch viel besser.

Wir kommen sicher wieder.

 


Erfolgreiche Teilnahme am Granit Marathon im Mühlviertel in Oberösterreich.

 

12 Gesamt und Erster in meiner Altersklasse.

 

Die Rennstrecke mit 90km und über 3000hm durchaus anspruchsvoll.

 

Die Anstiege sind zwar nie sehr lange aber dafür um so knackiger. Lange Flachpassgagen sind ebenso Fehlanzeige, es geht entweder rauf oder runter, echtes MTB Gelände.

 

Für mich war es die erste Teilnahme am Granitmarathon, ich wolle noch mal meine Tempohärte testen und mich auch in den Abfahrten wieder sicherer werden.

Das geht halt ab besten im Rennen. Ich ging verhalten den Wettkampf, versuchte vor allem an den Anstiegen Boden gut zu machen. An den Abfahrten hielt ich mich zurück. Als es nach 60km auf die letzte Schleife ging fühlte ich mich schon sicher und konnte bergab auch meinen Speed steigern. Die letzten 30 km fuhr ich alleine, nach vorne war nichts mehr zu machen und nach hinten alles sicher. So kam ich nach Rund 5 Stunden ins Ziel einer wirklich sehr schönen und hervorragend organisierten Veranstaltung.

 


Rennbericht, Gardasee Marathon,

Ronda Extrema 2016.

 

Bestens versorgt am Ziener Stand mit Material um Motivation nahm ich am Samstag die lange Runde beim Ziener Bike Festival unter die Räder.

 

Mein erstes Rennen 2016 mit dem brandneuen Stinger C Factory Big.

 

Mein erstes Rennen seit 10 Monaten nach meinem Sturz.

 

Meine erster MTB Marathon seit 4 Jahren.

 

Meine erste Teilname am Lago di Garda seit 1999.

 

Dementsprechend waren meine Erwartungen an das Rennen.

 

Sturz und pannenfrei durch das Rennen finden und eine solide Leistung abrufen war das Ziel.

Bei wolkenlosem Himmel und 9°C ging es am Samstag um 7:30 auf die lange Runde mit 90km und 3800hm. Ich fand nicht gleich mein Tempo, aber normal bei so vielen Starten und dem üblichen Gedränge am ersten Anstieg. Nach 20 min hat sich das Feld sortiert und es gab mehr Platz. Für mich lief es gut ich konnte an den Bergen immer aufholen und hatte richtig Spaß mit meinem 29er Stinger. Bergab allerdings habe ich immer Boden verloren. Da fehlt mir einfach noch das Training, die nötige Technik und auch der Wille mit letzter Konsequenz ein sehr hohes Tempo zu gehen.

 

Schlussendlich kam ich in der Master Wertung auf dem 4. Rang ins Ziel.

 

Mit diesem vierten Platz kann ich zufrieden sein, nur 7 Minuten am Podium vorbei bleibt die Gewissheit das es ohne meine Panne, bei km 30 für eine besser Platzierung wohl gereicht hätte.